{"id":2282,"date":"2012-03-25T20:29:52","date_gmt":"2012-03-25T18:29:52","guid":{"rendered":"http:\/\/wp10473852.wp223.webpack.hosteurope.de\/index.php\/"},"modified":"2015-02-09T12:11:14","modified_gmt":"2015-02-09T11:11:14","slug":"instrumentalspiel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gisela-weigand.de\/index.php\/methoden\/lichtenberger-methode\/instrumentalspiel\/","title":{"rendered":"Instrumentalspiel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schon seit Uhrzeiten orientieren sich InstrumentalistInnen und Singstimme immer wieder wechselseitig aneinander. Und die H\u00f6rerInnen suchen oder erkennen vielleicht unbewusst die menschliche Stimme im Instrumentalklang und auch umgekehrt. &#8222;Er singt oder weint auf seinem Instrument, es hat mich ber\u00fchrt, ich habe innerlich mitgesungen&#8220;. So etwas teilen die Menschen mit nach Konzerten. Doch wo ber\u00fchrt es sie? Was sp\u00fcren oder h\u00f6ren sie wirklich? Und was geschieht dabei den Musizierenden?<\/strong><\/p>\n<h3><img decoding=\"async\" title=\"Lichtenberger Stimmp\u00e4dagogik befruchtet das Instrumentalspiel\" src=\"https:\/\/www.gisela-weigand.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/klavierfinger.jpg\" alt=\"\" \/>Verwandtschaften und Befruchtungen<\/h3>\n<ul>\n<li>Membranen schwingen im Kehlkopf, wie im Instrument.<\/li>\n<li>Wir k\u00f6nnen Wiederspiegelung der Stimme im Instrumentalklang oder das Instrument im Stimmklang h\u00f6ren.<\/li>\n<li>Was f\u00fcr ein Instrument sp\u00fcrt man im Kehlkopf? Ist es vielleicht halb Stimme &#8211; halb Instrument?<\/li>\n<li>Wir spielen mit zwei H\u00e4nden und haben zwei Trommelfelle, sie stehen sich gegen\u00fcber. Was kann uns das nutzen? Erinnert ein Pauker seine Fell-Verwandtschaften?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen H\u00e4nde\/Finger\/Lippen klangsp\u00fcrig und h\u00f6rend werden?<\/li>\n<li>Besonders die H\u00e4nde sind sehr gro\u00df auf der Hirnrinde repr\u00e4sentiert, sind also sehr feinsp\u00fcrig und haben einen weite Stimulationsf\u00e4higkeit f\u00fcr den gesamten Organismus.<\/li>\n<li>Motorisch und sensorisch, stimulieren und vereinen die H\u00e4nde auch unsere beiden Gehirnh\u00e4lften.<\/li>\n<li>Sp\u00fcrt ein Bl\u00e4ser die Verwandtschaft zwischen seiner Luftr\u00f6hre innen und dem &#8222;Blasrohr&#8220; au\u00dfen?<\/li>\n<li>Bei Bl\u00e4sern wiederholt sich die Ventilfunktion des Kehlkopfes zwischen Lippen und Mundst\u00fcck. Manche spielen mit zwei Zungen. Gibt es da befruchtende Spiegelung?<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Der Kehlkopf schwingt mit<\/h3>\n<p>Wir erleben, dass der Kehlkopf mitschwingt, wenn wir ein Instrument spielen oder einem Instrumentalklang zuh\u00f6ren. Kehlkopf, Zunge, Luftfluss, Gewebe, K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, Zwerchfell, werden von der Instrumentalschwingung ebenso angeregt, wie von der Singstimme. Daher sind viele Stimulationsarten aus der Stimmp\u00e4dagogik auch auf das Instrumentalspiel anwendbarbar.<\/p>\n<h3>Verschmelzungen von Stimm- und Instrumentalklang<\/h3>\n<ul>\n<li>Wir k\u00f6nnen z.B. zu den Saiten singen oder die Saiten nur mit der Stimmvibration zum schwingen bringen.<\/li>\n<li>D.h. wir k\u00f6nnen gleichzeitig singen und spielen, z.B. in ein Instrument hineint\u00f6nen und blasen.<\/li>\n<li>Die Resonanz wird sich dadurch verst\u00e4rken, unsere Knochen werden den Klang besser leiten. Wir k\u00f6nnen dabei im Klang baden.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Naturph\u00e4nomene bereichern die Instrumentalsprache<\/h3>\n<ul>\n<li>Finger d\u00fcrfen spazieren, fallen, h\u00fcpfen, tanzen, streicheln, sausen, gleiten&#8230;mit Katzenpf\u00f6tchen \u00fcber die Tastatur streunen<\/li>\n<li>Kl\u00e4nge d\u00fcrfen lachen, meckern, scheppern, weinen, kichern, rieseln, tropfen oder riechbar werden<\/li>\n<li>Zungen d\u00fcrfen flattern, schmecken, saugen, springen, eintauchen oder unscharf und durchl\u00e4ssig werden<\/li>\n<li>Winde, Fl\u00fcsse bringen Klang zum flie\u00dfen und erinnern uns an seine und unsere Essenzen<\/li>\n<li>Naturger\u00e4usche werden im Klang wahrnehmbar, er wird warm, por\u00f6s, r\u00e4umlich, farbig und lebendig<\/li>\n<li>Produktionsger\u00e4usche, wie Reibung, Streichen, Materialger\u00e4usch, d\u00fcrfen zu einem Anteil des Klanges werden<\/li>\n<li>Wir empfangen damit Brillanz und Leichtigkeit, wir werden zum Klanggef\u00e4\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ist Instrumentaltechnik hilfreich?<\/h3>\n<ul>\n<li>Braucht unsere Natur sie wirklich? Oder verhindert sie uns eher?<\/li>\n<li>Ein Kopf, der Technik wei\u00df, ist noch lange kein Fingerkissen, das sp\u00fcren kennt. Wer hat mich je daran erinnert?<\/li>\n<li>Kann ich Instrumenthaltungen variieren und so schon Orte mit besonders reicher, nat\u00fcrlicher KlangK\u00f6rperResonanz nutzen?<\/li>\n<li>H\u00f6re ich mich mit wohlgefallen, erlebe ich auch Leichtigkeit in Klangprozess und Aufrichtung.<\/li>\n<li>Lauschend, unverbl\u00fcmt und ahnungslos erlebend, statt wissend, erwartend oder ohrentadelnd, scheint mir doch alles viel m\u00fcheloser und spontaner zu gelingen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Lesen sie auch unter <a href=\"https:\/\/www.gisela-weigand.de\/index.php\/leistungsspektrum\/musikerphysiologie\/\" target=\"_self\">Musikerphysiologie<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">Ich w\u00fcnsche allen ein fr\u00f6hliches und gesundes Get\u00f6n und freue mich auf Ihr Klangspiel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><br \/>\n<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit Uhrzeiten orientieren sich InstrumentalistInnen und Singstimme immer wieder wechselseitig aneinander. 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